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Lorenz Böhler
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Lorenz Böhler (* 15. JĂ€nner 1885 in Wolfurt, Vorarlberg; â 20. JĂ€nner 1973 in Wien) war ein österreichischer Chirurg. Er gilt mit seit 1924 richtungsweisenden Arbeiten als Wegbereiter der modernen Unfallchirurgie.
Contents
âą Leben
âą Erster Weltkrieg
âą Nach 1945
âą Ehrungen
âą Publikationen
âą Literatur
âą Quellen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben
Schon als fĂŒnfjĂ€hriges Kind soll der aus einer Handwerkerfamilie stammende Lorenz Böhler den Wunsch geĂ€uĂert haben, Chirurg zu werden.cite-ref-1[1] Bereits als kleiner Junge hatte er kleine Vögel und Eichhörnchen seziert, und als er in einem am 6. Dezember 1896 erschienenen Heft der Illustrierten Das interessante Blatt das Bild einer von Wilhelm Röntgen geröntgten Hand entdeckte, schnitt er dieses aus und band damit sein Lesebuch ein. 1896 besuchte er das fĂŒrstbischöfliche Knabenseminar in Brixen. Nach zwei Jahren wechselte er in das Gymnasium in Bregenz, wo er die dritte Klasse wiederholen musste. Die Matura legte Lorenz Böhler gemeinsam mit dem spĂ€teren Unterrichtsminister Emil Schneider im 1895 eröffneten Communal-Obergymnasium in Bregenz 1905 ab. Von 1905 bis 1911 studierte er Medizin an der UniversitĂ€t Wien. 1909 machte Böhler fĂŒr ein halbes Jahr eine militĂ€rische Ausbildung beim 4. Regiment der Tiroler KaiserjĂ€ger in Bregenz. 1910 bekam er eine Hospitantenstelle in der âInternenâ im Krankenhaus Bozen, wo er seine spĂ€tere Frau Poldi Settari â eine Krankenschwester â kennenlernte. Am 1. Juli 1911 wurde Böhler an der UniversitĂ€t Wien zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert.
Ărztliche TĂ€tigkeit bis 1914
Kurzfristig arbeitete Lorenz Böhler 1911 â und dann nochmals 1919/20 â an der Zweiten Chirurgischen Klinik in Wien, der Julius Hochenegg vorstand. Als einer der ersten hatte er eine unfallchirurgische Abteilung in seinem Krankenhaus. FĂŒr ein paar Monate war Böhler dann ab 15. September 1911 als Schiffsarzt im Dienste der Reederei Austro-Americana tĂ€tig, bis er am 1. Mai 1912 im Garnisonsspital 24 in Ragusa freiwillig einrĂŒckte und fĂŒr fĂŒnf Monate als k. u. k. Assistenzarzt-Stellvertreter hauptsĂ€chlich bakteriologisch arbeitete. Im Herbst 1912 wurde Böhler im Krankenhaus Bozen Sekundararzt und im April 1913 Sekundararzt und Schularzt in Tetschen an der Elbe. 1914 besuchte Lorenz Böhler den Internationalen Chirurgen-Kongress in New York. Auf dem Weg dorthin lernte er den belgischen Chirurgen Albin Lambotte kennen, der ihm von den Möglichkeiten der operativen Knochenbruchbehandlung erzĂ€hlte. AnschlieĂend verbrachte Böhler einige Zeit in der Mayo Clinic in Rochester (Minnesota). Charles Horace Mayo machte Böhler auf die Zentren fĂŒr Knochenbruchbehandlung in London und Liverpool aufmerksam, die es damals im deutschen Sprachraum in dieser Form noch nicht gab. Von Mayo erhielt er ein Empfehlungsschreiben an William Arbuthnot-Lane in London. Den geplanten Besuch auf der RĂŒckreise verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
Erster Weltkrieg
Schon kurz nach seiner Einberufung als Truppenarzt ersuchte Böhler das 14. Korpskommando in Innsbruck, als Chirurg tĂ€tig sein zu dĂŒrfen. Von 1914 bis 1916 war er Chirurg an der Divisions-SanitĂ€ts-Anstalt Nr. 8 der Tiroler KaiserjĂ€ger. Im Juli 1915 wurde sein Armeekorps an die Italienfront (Erster Weltkrieg) versetzt. Im September desselben Jahres wurde er mit 30 Jahren zum damals jĂŒngsten k. u. k. Regimentsarzt ernannt.cite-ref-2[2] Am 1. August 1916 ĂŒbernahm er das Reservelazarett fĂŒr Leichtverwundete im ehemaligen Dominikanerkloster Bozen. Böhlers Wunsch, auch Knochen- und GelenkschĂŒsse behandeln zu dĂŒrfen, wurde zunĂ€chst abgelehnt; so beschaffte er sich selbst GerĂ€te und Patienten, bis ihm die TĂ€tigkeit offiziell genehmigt wurde. Das Lazarett wurde in Spezialabteilung fĂŒr KnochenschussbrĂŒche und GelenkschĂŒsse umbenannt. Hier verwirklichte Böhler bereits einige seiner wichtigsten Ideen: Alles wurde spezialisiert und genormt, genau dokumentiert und fĂŒr spĂ€tere Analysen statistisch erfasst, die wichtigsten Informationen zum Fall auf den Gipsverband geschrieben, die Patienten nach Art der Verletzung zusammengelegt und Patienten â nach ihren Möglichkeiten â fĂŒr Arbeiten wie die Herstellung von Hilfsmitteln eingespannt. Böhler hatte zuvor gesehen, dass in Kriegslazaretten Patienten ohne irgendeine Systematik untergebracht wurden, was neben der UnĂŒbersichtlichkeit, die daraus entstand, auch eine spezialisierte Behandlung erschwerte. Mit seiner Spezialisierung auf die Verletztenchirurgie in dem Speziallazarett begrĂŒndete Böhler die Unfallchirurgie.
FĂŒr kurze Zeit geriet Böhler 1918 in Kriegsgefangenschaft und wurde als beratender Chirurg der italienischen MilitĂ€rspitĂ€ler herangezogen. Ein halbes Jahr nach Kriegsende wurde das Lazarett geschlossen.
Zwischenkriegszeit â GrĂŒndung des Unfallkrankenhauses in Wien
Böhlers groĂes Ziel war es von nun an, Spezialabteilungen fĂŒr Unfallversorgungen durchzusetzen. 1919 trat er in Kontakt mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt in Wien. Mit Hilfe seiner Bozener Statistiken erklĂ€rte er dem Vorstand die medizinischen und ökonomischen Vorteile einer spezialisierten Behandlung in anstaltseigenen UnfallkrankenhĂ€usern. Trotz Zustimmung der AUVA scheiterte die Umsetzung zunĂ€chst.
In Bozen errichtete Böhler eine Praxis. Als er 1924/25 Primarius in Brixen war, nahm der neue Direktor der AUVA fĂŒr Wien, Niederösterreich und das Burgenland Böhlers Vorschlag auf. Am 1. Dezember 1925 wurde in der Webergasse 2â6 das erste Unfallkrankenhaus in Wien eröffnet â mit Lorenz Böhler als Ărztlichem Direktor. Weltweit und lange galt das Krankenhaus als Muster fĂŒr Ă€hnliche SpitĂ€ler.
Wie die meisten Pioniere der Unfallchirurgie (Lambotte, KĂŒntscher) in ihrem Umfeld stieĂ Böhler, der inzwischen als âVater der Unfallchirurgieâcite-ref-3[3] gilt, bei seinen Wiener Kollegen lange Zeit auf Ablehnung. âMan lĂ€chelt ein biĂchen ĂŒber die muskelprotzenden, turnenden âBöhlerboysâ.âcite-ref-4[4] Dagegen hĂ€uften sich Besuche aus dem Ausland. Auf Anregung der American Medical Association of Vienna (A.M.A.), einer Organisation von Studenten und Ărzten, verfasste er 1929 fĂŒr seinen Unterricht das Skriptum The Treatment of Fractures. Am 29. MĂ€rz 1930 habilitierte er sich fĂŒr Chirurgie an der medizinischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Wien. Nach der Lehrbefugnis war er âverpflichtet, in der med. Fak. das Fach 'Chirurgie' sowie 'Unfallheilkunde u. Begutachtung' zu vertretenâ.cite-ref-5[5] Böhler wurde am 8. MĂ€rz 1934 Mitglied der VaterlĂ€ndischen Front, der Einheitspartei des austrofaschistischen StĂ€ndestaats.cite-ref-strassennamen-6-0[6] 1936 wurde ihm vom BundesprĂ€sidenten der Titel eines a. o. UniversitĂ€tsprofessors verliehen. Seit den 2020ern gibt es stichhaltige Indizien, dass Böhler bereits vor dem Anschluss illegaler Nationalsozialist war.cite-ref-7[7]
Zweiter Weltkrieg
Böhlers TĂ€tigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus ist bisher nicht gĂ€nzlich aufgearbeitet. Er beantragte am 25. September 1938 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rĂŒckwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.361.999).cite-ref-8[8]cite-ref-strassennamen-6-1[6]cite-ref-voswinkel-9-0[9] Im selben Jahr wurde Böhler zudem Mitglied der NSV und des Reichsluftschutzbunds, 1940 trat er auch dem NSDĂB bei. Ab dem 18. Juni 1939 war Böhler auch förderndes Mitglied der SS (Mitgliedernummer 1.415.799). Böhlers politisches Engagement scheint jedoch vorrangig karrierepolitischen Zielen genutzt zu haben, in Einstufungen im NS-Regime wurde er als âschon vor dem Umbruch national eingestellt, ohne jedoch politisch besonders hervorzutretenâ beurteilt.cite-ref-strassennamen-6-2[6]cite-ref-10[10]
Im Sommer 1939 gehörte zu den 13 Unterzeichnern eines Protestschreibens gegen die Verlegung der A.M.A. von Wien nach London.cite-ref-11[9.1]cite-ref-hubenstorf-12-0[11] In diesem Schreiben erklĂ€rten sieben Professoren (unter anderem Lorenz Böhler) und 6 Privatdozenten der Medizinischen FakultĂ€t unter anderem auch, âthat we the undersigned know of not one case of persecution of a professor for his racial or religious adherence. ⊠It could rather be said that by the removal of certain influences a trend of charlatanism, which was beginning to damage the reputation of the Vienna medical clinics in the eyes of serious medical men, was eliminatedâ (âdass wir, die Unterzeichnenden, von keinem Fall der Verfolgung eines Professors wegen seiner rassischen oder religiösen Zugehörigkeit wissen. ⊠Man könnte eher sagen, dass durch die Beseitigung bestimmter EinflĂŒsse ein Trend des Scharlatanismus, der den Ruf der Wiener Kliniken in den Augen seriöser Mediziner zu schĂ€digen begann, beseitigt wurdeâ). Mit dieser ErklĂ€rung sollte gezielt die antisemitisch-rassistische NS-UniversitĂ€tspolitik gedeckt werden.cite-ref-13[11.1]
Im Zweiten Weltkrieg diente Böhler als Beratender Chirurg der Wehrmacht in der Heeresgruppe 5 und als Oberfeldarzt im Wiener Rudolfspital (Reservelazarett XIa) im 3. Wiener Gemeindebezirk, Boerhavegasse 8), wo er eine chirurgische Abteilung bzw. ein Sonderlazarett fĂŒr SchussbrĂŒche und GelenkschĂŒsse leitete. Weiters war er auch OberfeldfĂŒhrer der Landesstelle XVII im Dekanat der Medizinischen FakultĂ€t.cite-ref-strassennamen-6-3[6]
Nach 1945
Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verlor Lorenz Böhler zunĂ€chst seine Lehrbefugnis an der UniversitĂ€t Wien. Dies hatte auch damit zu tun, dass Böhlers Beitrittsdatum zur NSDAP im Mai 1938 ihn als einen âillegalenâ Nationalsozialisten auswies. In seinem Entnazifizierungsverfahren gab Böhler an, als Leiter des Unfallkrankenhauses nur unter Druck der NSDAP beigetreten zu sein und bestritt, der NSDAP noch in der Verbotszeit vor dem Anschluss Ăsterreichs beigetreten zu sein. In der NS-Zeit wurde ĂŒber Böhler behauptet, dass er nie einen jĂŒdischen Arzt eingestellt habe und stets national und antisemitisch eingestellt wĂ€re. Dieser EinschĂ€tzung wurde nach Kriegsende durch Bekannte widersprochen, Böhler habe stets alle Patienten (âFremdarbeiter, Juden und Einheimischeâ) gleich behandelt.
Durch den persönlichen Einsatz von Karl Renner und anderen öffentlichen Personen erhielt Böhler die Lehrbefugnis 1947 wieder. Er konnte seine Forschungs- und LehrtÀtigkeiten erfolgreich fortsetzen, erhielt jedoch bis 1948 keine Zahlungen.cite-ref-strassennamen-6-4[6] Er publizierte Artikel zu medizinischen Themen und lehrte Chirurgie. 1954 verlieh ihm der BundesprÀsident den Titel eines o. UniversitÀtsprofessors.cite-ref-14[12] Er leitete das Unfallkrankenhaus bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1963. Einer seiner Söhne, der Chirurg Jörg Böhler, war von 1970 bis 1983 Direktor des Unfallkrankenhauses.
Als er EhrenbĂŒrger von Wolfurt wurde, stiftete Lorenz Böhler einen Preis fĂŒr besondere Leistungen an den Wolfurter Schulen.cite-ref-15[13]
1957 war er als Kandidat der FPĂ zur BundesprĂ€sidentschaftswahl im GesprĂ€ch und hatte bereits zugesagt, als er kurz darauf durch den gemeinsamen Kandidaten von ĂVP und FPĂ, Wolfgang Denk, ebenfalls Mediziner, ersetzt wurde. Denk verlor die Wahl deutlich gegen Adolf SchĂ€rf (SPĂ).cite-ref-16[14]
Bestattet wurde Lorenz Böhler in Wien am Döblinger Friedhof (Gruppe 26, Nummer 35).
Behandlungsmaximen
Böhler wandte sich ausdrĂŒcklich gegen die damals gĂ€ngigen Behandlungsmethoden Strom, HeiĂluft und Massagen. Er entwickelte spezielle Behandlungsmethoden bei KnochenbrĂŒchen. Die Böhler-Zeichen, der Böhler-Nagel, der Böhler-Winkel, der Böhler-Schnitt, die Böhler-Schiene und die Böhler-Braun-Lagerungsschiene tragen seinen Namen.cite-ref-17[15] Gemeinhin gilt er als Verfechter der konservativen Knochenbruchbehandlung; operativen Optionen verschloss er sich aber nicht, wenn sie erforderlich waren. 1942 trafen sich die sanitĂ€tsdienstlichen FĂŒhrer der Wehrmacht in Krasnodar. Böhler, Sauerbruch, Handloser, Frey und Wachsmuth diskutierten die Frage, ob der neue KĂŒntscher-Nagel eingefĂŒhrt werden sollte. Vor allem Böhler bewirkte die positive Entscheidung.
Die Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Osteosynthesefragen sieht Böhler neben Gerhard KĂŒntscher, Robert Danis und Albin Lambotte als Vorbild.cite-ref-18[16]
Ehrungen
âą Franz-Joseph-Orden, Ritterkreuz (1915)
âą Wahl in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (1940)
âą Eisernes Kreuz II. Klasse (1941)
âą Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse mit Schwertern (Januar 1942)
âą Prinz-Eugen-Medaille der Stadt Wien (1945)cite-ref-19[17]
âą Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern (30. Januar 1945)
âą EhrenbĂŒrger von Wolfurt (1957)
âą Goldenes Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg (1964)
âą Ehrenring der Stadt Wien (1965)
âą Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Chirurgie (20. Januar 1973)cite-ref-20[18]
Er war Ehrenmitglied von 33 Fachgesellschaften in aller Welt.cite-ref-21[9.2] Das 1972 eröffnete Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler wurde nach ihm benannt, ebenso eine StraĂe im 20. Wiener Gemeindebezirk und 1978 eine StraĂe in Mittewald (Villach). Das von ihm geleitete Krankenhaus galt lange Zeit als Muster fĂŒr Ă€hnliche SpitĂ€ler weltweit. Er grĂŒndete auch das Rehabilitationszentrum Stollhof in Klosterneuburg. In Bozen ist die StraĂe vor dem Zentralkrankenhaus nach Lorenz Böhler benannt.
Siehe auch
:
Medizinische Rehabilitation
Publikationen
Insgesamt soll Lorenz Böhler ĂŒber 400 wissenschaftliche Arbeiten verfasst haben.cite-ref-22[19]cite-ref-23[20] Ab 1924 veröffentlichte er richtungsweisende Arbeiten auf dem Gebiet der Unfallchirurgie.cite-ref-24[21] Als Hauptwerk gilt sein Buch Die Technik der Knochenbruchbehandlung (1929). Von den medizinischen Fachverlagen wurde es zunĂ€chst abgelehnt, und so wandte sich Lorenz Böhler an den Wiener BuchhĂ€ndler Wilhelm Maudrich (jun.) mit der Bitte, ihm bei der Publikation zu helfen. Böhler selbst ĂŒbernahm vorerst die Druckkosten. Nachdem es sich â trotz einiger Kritik â sehr gut verkaufte, meldeten sich fĂŒr die zweite Auflage dann auch prominente Verleger, doch Böhler blieb bei Wilhelm Maudrich (jun.), fĂŒr den das Buch den Anlass und Grundstein fĂŒr seinen medizinischen Verlag Maudrich darstellte. âDer Böhlerâ (ĂŒber Generationen die Bibel der Unfallbehandlungen)cite-ref-25[22] wurde in acht Sprachen ĂŒbersetzt: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Ungarisch, Polnisch und Chinesisch. An dem zunĂ€chst nur 176 Seiten umfassenden Buch hat Lorenz Böhler immer wieder gearbeitet. 1957 bestand es aus drei BĂ€nden mit 2500 Seiten.
âą Die Technik der Knochenbruchbehandlung. Band I, Band II, ErgĂ€nzungsband. Reprint der 12.â13. Auflage 1953/1963, Nachdruck 1996. 3 BĂ€nde. Maudrich 1996, ISBN 3-85175-666-5.
âą Die Spezialisierung der Frakturbehandlung fĂŒr die Kriegszeit, eine Frage von grösster volkswirtschaftlicher Bedeutung. In: Zentralblatt fĂŒr Chirurgie. Band 44, 1918.
âą Wie schĂŒtzen wir die Verwundeten vor Amputation und KrĂŒppeltum? In: Zeitschrift fĂŒr orthopĂ€dische Chirurgie. Band 45, 1924, S. 244â281.
âą KnochenbrĂŒche und Unfallchirurgie in ihren Beziehungen zur Umwelt. Maudrich, Wien 1933.
âą Wundbehandlung. In: Zeitschrift fĂŒr Ă€rztliche Fortbildung. Band 38, Nr. 22, 1941, S. 545â552.
âą UnfallkrankenhĂ€user, Unfallabteilungen, Unfallkliniken. In: Archiv fĂŒr orthopĂ€dische und Unfall-Chirurgie. Band 42, Nr. 1, 1942, S. 5â23.
âą Vorschlag zur Marknagelung nach KĂŒntscher bei frischen OberschenkelschussbrĂŒchen. In: Der Chirurg. Band 15, Nr. 1, 1943, S. 8â13.
âą Verbandlehre fĂŒr Schwestern, Helfer, Studenten und Ărzte. Maudrich, Wien 1947.
Literatur
âą Gerhard Oberkofler: Lorenz Böhler. In: Montfort. Zeitschrift fĂŒr Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs. 1972, S. 103â117. ĂNB-ANNO - Montfort (onb.ac.at).
âą Helmut Wyklicky: Lorenz Böhler zum 100. Geburtstag. In: Unfallchirurgie. Band 11, 1985, S. 103â106.
âą Jörg Böhler: Lorenz Böhler. Der Vater der Unfallchirurgie. 15. Januar 1885 bis 20. Januar 1973. In: Zentralblatt fĂŒr Chirurgie. Band 110, 1985, S. 194â199.
⹠Inge Lehne: Lorenz Böhler. Die Geschichte eines Erfolges. Maudrich, Wien 1991, ISBN 3-85175-557-X.
⹠Fritz Povacz: Der Geist der Böhler-Schule. Maudrich, Wien 2004, ISBN 3-85175-806-4.
âą Fritz Povacz: Geschichte der Unfallchirurgie. 2., unverĂ€nd. Auflage. Springer, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-74844-1, insbes. S. 160â172.
âą Peter Voswinkel (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Ărzte der letzten fĂŒnfzig Jahre. Band 3: AbaâKom. Olms, Hildesheim 2002, ISBN 3-487-11659-6.
⹠Thomas Feurstein (Hrsg.): Lorenz Böhler: Pionier der modernen Unfallmedizin. Neugebauer, Graz 2010, ISBN 978-3-85376-212-7.
Quellen
Weblinks
Commons
: Lorenz Böhler
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⹠Mitgliedseintrag Leopoldina, Lorenz Böhler, abgerufen am 18. September 2019.
âą WorldCat
⹠Lorenz Böhler und das Unfallkrankenhaus
âą Literatur von und ĂŒber Lorenz Böhler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Eintrag zu Lorenz Böhler im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
âą Archivaufnahmen mit Lorenz Böhler im Onlinearchiv der Ăsterreichischen Mediathek (Interviews, PortrĂ€t, Nachruf,âŠ)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Inge Lehne: Lorenz Böhler. Die Geschichte eines Erfolges. Maudrich, Wien 1991, ISBN 3-85175-557-X, S. 14.
cite-note-22. â Seine Beförderung zum Oberarzt i. d. R. ist im Feldblatt, 1. JĂ€nner 1915, S. 4. belegt. Online bei ANNO - Austrian Newspapers Online
cite-note-33. â Friedrich Lorenz: Lorenz Böhler, der Vater der Unfallchirurgie. Eine Festgabe des Verlages Wilhelm Maudrich zum 70. Geburtstag. Maudrich, Wien 1955.
cite-note-44. â Inge Lehne: Lorenz Böhler. Die Geschichte eines Erfolges. Maudrich, Wien 1991, ISBN 3-85175-557-X, S. 86.
cite-note-55. â Personalakt Lorenz Böhler, Med. PA 52 Sch. 7 Bl. 2, Archiv der UniversitĂ€t Wien.
cite-note-strassennamen-66. â StraĂennamen Wiens seit 1860 als âPolitische Erinnerungsorteâ (PDF; 4,2 MB), S. 217 ff, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013.
cite-note-77. â Warum das Lorenz-Böhler-Spital besser anders genannt werden sollte. Abgerufen am 15. August 2025 (österreichisches Deutsch).
cite-note-88. â Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3461179
cite-note-voswinkel-99. â Peter Voswinkel (Hrsg.): Biografisches Lexikon der hervorragenden Ărzte der letzten fĂŒnfzig Jahre. Band 3: AbaâKom. Olms, Hildesheim 2002, S. 147â148.
cite-note-1010. â Werner Koroschitz: Bericht zu den (nationalsozialistisch) belasteten StraĂennamen in Villach. Villach 2019, S. 19â21 (villach.at).
cite-note-hubenstorf-1211. â Michael Hubenstorf: Medizinische FakultĂ€t 1938â1945. In: Gernot HeiĂ, Siegfried Mattl, Sebastian Meissl, Edith Saurer, Karl Stuhlpfarrer (Hrsg.): WillfĂ€hrige Wissenschaft. Die UniversitĂ€t Wien 1938 bis 1945. Verlag fĂŒr Gesellschaftskritik, Wien 1989, ISBN 3-85115-107-0, S. 233â282.
cite-note-1412. â Personalakt Lorenz Böhler, Med. PA 52 Sch. 7 Bl. 48, Archiv der UniversitĂ€t Wien.
cite-note-1513. â Mittelschule Wolfurt: Lorenz-Böhler-Preis. Abgerufen am 11. November 2012.
cite-note-1614. â diepresse.com Die Presse: 1957: Das Fiasko im Kampf um die Hofburg
cite-note-1715. â Aaron L. Sop, Charles T. Mehlman, Ludwig Meiss: Hyphenated history: the Böhler-Braun Frame. In: Journal of Orthopaedic Trauma. Band 17, Nr. 3, 2003, S. 217â221.
cite-note-1816. â Urs F. A. Heim: Das PhĂ€nomen AO. GrĂŒndung und erste Jahre der Arbeitsgemeinschaft fĂŒr das Studium der Osteosynthese. Verlag Hans Huber, Bern 2001, ISBN 3-456-83638-4, S. 18 f.
cite-note-2018. â Ehrenmitglieder der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Chirurgie
cite-note-2219. â Wolfgang U. Eckart (Hrsg.): Ărzte-Lexikon. Band 1. Springer, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-29584-4, S. 68.
cite-note-2320. â Sein Sohn Jörg Böhler spricht in einer WĂŒrdigung zum 100. Geburtstag von 450 Arbeiten. Jörg Böhler: Lorenz Böhler. Der Vater der Unfallchirurgie. 15. Januar 1885 bis 20. Januar 1973. In: Zentralblatt fĂŒr Chirurgie. Band 110, Nr. 4, 1985, S. 194â199.
cite-note-2421. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 66.
cite-note-2522. â Ernst Kern: Sehen â Denken â Handeln eines Chirurgen im 20. Jahrhundert. ecomed, Landsberg am Lech 2000, ISBN 3-609-20149-5, S. 32.